suchen
drucken
 
Presse-Service - Zeitung und Kaffee

Ethik ein Rendite-Turbo?

Beim Steyler Business-Lunch diskutierten am 1. Dezember knapp 60 institutionelle Anleger in Wien darüber, wie sich durch ethisches Investment faire Renditen erzielen lassen. 

Gruppenbild der Akteure v.l.n.r. P. Dr. Alois Riedlsperger SJ, Dr. Klaus Gabriel, Stefan Scholz, Ralf Kern, Heinz Hödl

Unter der Überschrift „Faire Rendite – Perspektiven für ethisches Investment“ hat die Steyler Ethik Bank am 1. Dezember mit institutionellen Investoren in Wien über Chancen und Herausforderungen der nachhaltigen Geldanlage diskutiert. Vor allem kirchliche Investoren signalisieren seit längerem, dass es in Österreich einen großen Bedarf an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten gibt, die den Wertvorstellungen von Diözesen, Ordensgemeinschaften oder kirchlichen Hilfswerke entsprechen.

 

Aus diesem Grund hat die Steyler Ethik Bank das Veranstaltungsformat des Steyler Business-Lunch entwickelt, um den Austausch von ethisch-orientierten Investoren zu fördern.

 

Ethisches Investment liegt im Trend

Hauptredner der Veranstaltung im Wiener Kardinal König Haus war Dr. Klaus Gabriel, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage (CRIC e.V.). Der Nachhaltigkeitsexperte gab eingangs einen Überblick über den stark wachsenden Markt für nachhaltige Geldanlagen. So habe in Österreich die Summe der Anlagen, die nach streng nachhaltigen Kriterien investiert sind, 2014 um 33 Prozent zugenommen. „Immer mehr Institutionen und private Anleger denken um. Sie erkennen damit an, dass jeder, der Geld in ein Unternehmen investiert, für dessen Handeln mitverantwortlich ist“, erklärte Dr. Gabriel.

 

Der Nachhaltigkeitsexperte führte aus, warum sich ethische Geldanlage lohnen. „Sie senken die Risiken und erbringen laut zahlreichen Studien ebenso gute Renditen wie herkömmliche Produkte.“ Ein weiteres Plus sei die soziale und nachhaltige Rendite. „Ethisches Investment unterstützt eine positive gesellschaftliche Entwicklung und schont die Umwelt“, so Gabriel. Damit seien nachhaltige Anlagen ein wichtiger Motor für den Kulturwandel in Gesellschaft und Politik, der wegen der sozialen und ökologischen Belastbarkeitsgrenzen notwendig sei.

 

„Die Spreu vom Weizen trennen …“

Ralf Kern, der bei der Steyler Ethik Bank das Vermögensmanagement leitet, stellte das Steyler Ethikkonzept vor. Dabei bezog er auch zum VW-Skandal Stellung. „Unsere Steyler Fair und Nachhaltig-Aktienfonds haben sich nach Bekanntwerden des Betruges sofort von allen Anteilen getrennt.“ Kern schilderte am Beispiel VW, welche Anstrengungen die Steyler Ethik Bank unternimmt, um „die Spreu vom Weizen zu trennen“. Unter anderem stellte er das einzigartige Konzept der Steyler Ethik-Scouts vor, ein weltweites Netzwerk von 100 Personen, die bei Bedarf in 70 Ländern recherchieren, ob sich Unternehmen nachhaltig und regelkonform verhalten.

 

Über die finanzanalytischen Hintergründe der Steyler Fair und Nachhaltig-Fonds sprach Stefan Scholz, Abteilungsdirektor bei M.M.Warburg & CO. Zuvor hatte P. Dr. Alois Riedlsperger SJ, Provinzökonom der Jesuiten, in seiner Rolle als Gastgeber ein kurzes Grußwort gesprochen. Er unterstrich dabei die besondere Verantwortung von kirchlichen Institutionen bei der Entwicklung von ethischen Wirtschaftsstrukturen. 

 

Investoren wollen ethisches Investment, doch es gibt manches „aber …

Im Zentrum der Veranstaltung stand die rund 40-minütige Plenumsdiskussion. Geleitet wurde sie von Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz. Ein Teilnehmer machte dabei deutlich, dass es auf dem Markt der nachhaltigen Anlageprodukte eine unglaubliche Zahl von Mogelpackungen gebe. Referent Stefan Scholz riet ihm, bei der Beurteilung von Fonds auf die Informationen durch das Forum Nachhaltige Geldanlagen zu vertrauen, die eine gute Orientierung böten.

 

Ein weiterer Hinderungsgrund, warum nicht noch mehr Privatanleger ihr Geld ethisch anlegen, war laut Dr. Gabriel die in vielen Geldinstituten mangelhafte Beratungsqualität. Weitere Detailfragen gab es zu den Anlagestrategien der Steyler Fair- und Nachhaltig-Fonds und der Verwaltungsvergütung. Und besonderes zu den Steyler Ethik-Scouts wollten die Teilnehmer noch mehr erfahren.

 

Ethische Geldanlagen sind trotz aller Fortschritte noch in der Nische. Aber sie sind stark im Kommen. Stefan Scholz verriet, dass das Bankhaus M.M. Warburg vor einigen Jahren noch überhaupt keine nachhaltigen Produkte führte, heute aber schon rund zehn Prozent seiner Anlagen nach nachhaltigen Kriterien anlege. Und Dr. Klaus Gabriel lobte die Vorreiterrolle von institutionellen Investoren in Österreich. Vor allem Pensionskassen, Mitarbeiter-Vorsorgekassen und kirchliche Institutionen brächten das Thema voran. Gerade die Kirchen hätten ohnehin ein Interesse, ihr Geld  nach ethischen Gesichtspunkten zu orientieren, um ihrem Auftrag gerecht zu werden.  


txt_zurueck_uebersicht_0.png

Sie möchten uns eine Nachricht schreiben?

 

Bitte geben Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihre Nachricht ein.

Sie wünschen einen Interviewtermin?

 

Bitte geben Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie einen Terminwunsch an.

Ihr Kontakt zur Steyler Bank:

Bei Fragen können Sie uns natürlich gerne anrufen oder uns eine E-Mail senden.
Fragen, Wünsche, Kommentare?

Wir freuen uns auf regen Austausch mit Ihnen - auch über die sozialen Netzwerke.
Abonnieren Sie jetzt kostenlos Steyler Bank Aktuell, unseren monatlichen Newsletter für ethische Geldanlagen.

Jetzt registrieren.
  • Nachricht schreiben
  • Termin vereinbaren
  • Kontakt zur Steyler Bank
  • Soziale Netzwerke
  • Newsletter abonnieren