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Karriere - Azubis der Steyler Bank

Steyler Azubis bauen eine Brücke

Workshop „Die Brücke – Kommunikation und Kooperation im Team“

Brückenbau der Steyler Azubis

13. Januar 2014

Von: Anna Kopik und Angelika Pfeifer

„Komm, wir schrauben das mal hier fest!“ – „ Wer weiß eigentlich, wo dieses Teil hinkommt?“ –„ Leute, das passt so nicht zusammen. Wir müssen umdenken!“

Wer am 8. Januar 2014 in den Schulungsraum der Steyler Missionsprokur schaute, kam doch ins Staunen: Sechs junge Leute kämpften, teils auf dem Boden kauernd, teils hin und her springend, unter dem prüfenden Blick eines sympathischen Herren mit weißem Haar und Schnurrbart, mit diversen Balken, Brettchen und Schrauben. Was war da nur los?

 Wir Azubis der Steyler Bank und Steyler Mission waren los! Mit seinem bekannten Workshop „Die Brücke – Kommunikation und Kooperation im Team“ nahm uns Professor Dr. Flaschka, em. Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität Köln, mit in die komplexe Welt der Kommunikation und Teamarbeit. Zu Beginn des Workshops ahnten wir aber noch nicht, was uns tatsächlich erwartete.


Prof. Dr. Flaschka begrüßte uns zunächst sehr freundlich und erzählte uns etwas zu seiner Person. Positiv beeindruckt vom Werdegang des Professors und auch von seinem überraschend lockeren, munteren und warmherzigen Wesen, stellten auch wir Azubis uns vor. Die Sympathie war sofort da und unsere Neugierde noch mehr geweckt. Uns war klar: Das wird ein spannender und effektiver Tag!

Dann wurde endlich das Rätsel um die geheimnisvollen Kisten und Beutel aufgelöst, die vor dem Schulungsraum gelagert waren: Eine Brücke sollen wir Azubis bauen! Aber nicht irgendeine: eine richtige Brücke aus Holz. Und das als Team! Überraschte und erfreute Blicke zum Sitznachbarn wurden gewechselt. Was für eine spannende Aufgabe! „Doch bevor wir anfangen, möchte ich euch die Regeln vorstellen.“ Alle Blicke richteten sich wieder auf den Professor. Was würden das wohl für Regeln sein?

Professor Flaschka ließ uns darüber nicht lange im Dunkeln: Das Brückenbauprojekt teilte sich in drei große Phasen. In der ersten Phase, der Präsentationsphase, sollten alle Teile, die draußen in den Kisten und Beutel verstaut waren, auch die Kisten selbst, einzeln hereingetragen und auf dem Boden ausgebreitet werden. Das Ganze stand unter dem Motto „no-speaking“, niemand durfte also einen Mucks von sich geben.

Gesagt, getan! Kein Problem für uns! In der nächsten Phase, der Planungsphase, sollten wir uns dann zusammen ein Konzept überlegen, wie die Brücke Gestalt annehmen könnte. Denn ganz zufälligerweise gab es keine Anleitung, aber gefühlte 80.000 unterschiedliche Teile, die irgendwie zusammen gehören. Diese Phase stand unter dem Motto „no-hands“. Das bedeutete: Ran an den Flipchart und los geht’s mit den Planzeichnungen. Aber bitte ohne die Teile zu berühren oder zu bewegen!

„Nach 20 Minuten ist die Planungsphase beendet. Nun legt los“, gab Professor Flaschka munter das Startsignal, zückte seine Digi-Cam und begann unsere Ahnungslosigkeit vergnügt zu dokumentieren. Doch wir wären nicht die Steyler Azubis, wenn wir uns von diesen 80.000 Teilen hätten abschrecken lassen. Nach einigen Seufzern der Überforderung, einem kurzen Zögern kam schließlich die erste Idee, wie die Brücke aussehen könnte. Mit wenigen Strichen wurde diese auf Papier gebannt und – wie wir später feststellen mussten – waren wir damit auch schon ganz nah am Endergebnis dran.

Die dritte Phase, die sogenannte Bauphase, starteten wir nach dem Mittagsessen. Gestärkt und motiviert durften nun, ganz nach dem Motto „one-hand“, vier von uns mit dem Bau beginnen. Die übrigen zwei durften sich setzen und auf ihren Einsatz warten. Warum „one-hand“? Ganz einfach: Jeder von uns durfte nur mit einer Hand arbeiten. Somit gab es drei linke und drei rechte Hände. Es konnte beliebig oft mit den außen sitzenden Teammitgliedern gewechselt werden, sodass wirklich jeder die Chance hatte, fleißig mitzumachen. Da war hundertprozentige Teamarbeit gefragt und das Stichwort „Kommunikation“ nahm auf einmal eine ganz neue Gestalt an.

Nach gut einer Stunde und 15 Minuten war es dann soweit: Die Brücke stand mit ihren stolzen vier Metern Länge vor uns. „Und nun alle noch drüberlaufen, dann habt ihr es geschafft!“, spornt uns Professor Flaschka noch an und freut sich mit uns, als wir einzeln über die mit viel Herzblut errichtete Konstruktion schritten. Jedem war anzusehen: „Das haben wir gemeinsam geschafft! Ein tolles Gefühl!“ Natürlich sollten an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass wir am bisher in diesem Workshop aufgestellten Baurekord von 31 Minuten meilenweit vorbeigerast sind und das zeitliche Ziel somit nicht erreicht haben. Doch unser Team glänzte mit anderen Kompetenzen: Es gab keinen einzigen Regelverstoß, keine Zickereien und wir haben bis zum bitteren Ende durchgehalten. Kein scheinbar noch so unlösbares Konstruktionsproblem konnte uns entmutigen und demotivieren.

Jeder von uns hat seine Potenzial-Schatzkiste geöffnet und mit seinen Kompetenzen, zur Teamarbeit und so letztendlich zum Bauerfolg beigetragen. Den Abschluss des aufregenden Tages gestaltete Professor Flaschka mit einer letzten Theorieeinheit. Er gab uns viele wertvolle Tipps für den richtigen Umgang mit unseren Mitmenschen auf den Weg. Wir lernten, wie wir Kritik positiv übermitteln und uns selber allgemein besser präsentieren können. Denn wie überall im Leben muss es auch in einem Team Regeln geben.

Es war sehr schön zu entdecken, dass bereits Kleinigkeiten wie ein kleines, motivierendes Lob die tägliche Zusammenarbeit erleichtern kann. Vielen Dank, Professor Flaschka, für diese wertvollen Tipps!


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