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Mitteilungen - Zeitung und Kaffee

„Flüchtlingsheim ist ein Geschenk Gottes an uns!“

Pater Generalsuperior Kulüke in Sankt Gabriel

Pater Kulüke (Mitte) in der Missionsprokur Sankt Gabriel, rechts: Pater Franz Pilz, Missionsprokurator von Sankt Gabriel, links: Andreas Kolde, Dipl.-Ing., Niederlassungsleiter der Steyler Bank in Österreich

28. Oktober 2013

Von: Franz Helm SVD

Maria Enzersdorf - Wien / Österreich - Pater Generalsuperior Heinz Kulüke SVD kam Ende Oktober nach Österreich, besuchte Flüchtlinge und feierte Gottesdienste mit Schubhäftlingen, Pfarrmitgliedern und FörderInnen.

Schon 27 Länder hat Pater Generalsuperior Heinz Kulüke SVD seit seinem Amtsantritt im Herbst 2012 besucht. Er will vor Ort die Arbeit der Steyler Missionare kennen lernen und ihnen Ermutigung zusprechen. „Ohne die Steyler Missionare wäre die Kirche ärmer“, sagt er.

Es klingt fast anmaßend. Aber er weiß es aus eigener Anschauung, wovon er spricht, und nennt Fakten: Weltweit leiten die Steyler Missionare 1.000 Pfarren. Sie führen acht Universitäten und 50 Hochschulen, 200.000 Studentinnen und Studenten können so studieren. Hinzu kommen hunderte Schulen, viele Krankenhäuser, Sozialzentren, Drogenstationen, Straßenkinderprojekte.

Im sechstgrößten Männerorden der katholischen Kirche mit stabilen Mitgliederzahlen konnten in den letzten sechs Jahren 722 Priester geweiht werden. Sie alle haben durch die Generalleitung ihre Missionsbestimmung erhalten, viele für Europa. „Diese jungen Steyler Missionare sind für die europäische Kirche wie ein Fenster in die Welt hinaus“, ist Pater Kulüke überzeugt. Und er fügt hinzu: „Sie bezeugen: Der Glaube an Gott gibt Sinn. Für Gott steht der Mensch im Zentrum, und für uns Steyler Missionare auch.“

In seiner Predigt bei der Eucharistiefeier mit den WohltäterInnen und MitarbeiterInnen der Steyler Missionare erklärte Pater Kulüke, wie er heute Mission versteht: „Bezeugen, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist. Dass die Beziehung zu Gott Sinn gibt. Aus dieser Beziehung erwächst dann der Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit, für geschundene Menschen.“
 

Der Chef von 6.000 Steyler Missionaren weltweit wollte auch in Österreich in Berührung kommen mit Menschen am Rand und erfahren, wie sich hier vor Ort Steyler Missionare für diese Menschen einsetzen. Tief bewegt war Pater Kulüke, als er in einem Polizeianhaltezentrum in Wien mit Schubhäftlingen einen Gottesdienst feierte. „Diese Menschen sind isoliert, ohne Hoffnung. Niemand redet mit ihnen.“ Er ermutigte Pater Albert Pongo, einen jungen Steyler Missionar aus Ghana, bei seiner Arbeit als Schubhaftseelsorger und drängte darauf, diesen wichtigen Dienst an den Notleidenden auszuweiten.

Das Caritas Flüchtlingsheim in St Gabriel, das seit gut 20 Jahren in einem Flügel des großen Missionshauses untergebracht ist und schon Tausende Flüchtlinge beherbergt hat, sieht Pater Kulüke als „Geschenk Gottes an die Steyler Missionare“. Unlängst erst habe Papst Franziskus alle Ordensoberen in Rom aufgefordert, in ihren Häusern Flüchtlinge unterzubringen.

„Ihr habt das schon vor 20 Jahren gemacht und weitet es aus. Das ist eine gute Lösung für das große Haus. Es würde dem Hl. Arnold Janssen, unserem Ordensgründer, gefallen!“ Pater Kulüke besuchte auch das neu eröffnete Wohnheim der Caritas für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und bestärkte die jungen Leute dabei, nach einem menschenwürdigen Leben in Frieden und Freiheit zu suchen.
 

Als Bestärkung erlebten auch Pfarrangehörige im 10. Wiener Gemeindebezirk den Besuch des Steyler Generalsuperiors. Drei Pfarren werden dort unweit des Hauptbahnhofs in eine „Pfarre neu“ zusammen gelegt, die den Namen „Pfarre vom Göttlichen Wort“ tragen wird. Viele KatholikInnen sind dadurch verunsichert. In der Begegnung mit P. Kulüke wurde spürbar, dass es den Steyler Missionaren um den Einsatz für die Menschen in ihren konkreten Lebenssituationen geht, mit besonderem Augenmerk auf Menschen am Rand. Diese Richtung können und wollen viele mittragen.


Nach nur drei Tagen in Österreich ist P. Heinz Kulüke wieder abgereist. Er wird weiter um den Erdball reisen und versuchen, spürbar zu machen, dass Gott jeden einzelnen Menschen liebt und ihn Wert schätzt. Vielleicht wird er da und dort wieder eine Anekdote erzählen, die vom tiefen Glauben kündet, den Pater Kulüke auf den Müllhalden der Stadt Cebu und bei vielen Menschen sonst wo auf den Philippinen gefunden hat.

In einem Fischerdorf wollte der Mesner den Kehrvers des Antwortpsalms auf die Tafel schreiben und verzweifelte dabei: „Pater, es ist zu wenig Platz. Das geht sich nicht aus!“ - „Welcher Vers ist es denn?“, fragte ihn Pater Heinz Kulüke. – „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“, war seine Antwort. Der Pater riet ihm: „Schreib nur: ‚Der Herr ist mein Hirte‘. Das genügt.“ Als der Antwortpsalm dran kam, beteten die Leute zur Überraschung von Pater Kulüke: „Der Herr ist mein Hirte, das genügt!“

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