Hilfe für die Ukraine

Seit dem 24. Februar 2022 tobt der Krieg in der Ukraine. Unsere Schwestern vor Ort und an der polnischen Grenze kümmern sich um die Menschen. Schnell und unbürokratisch.

Hier fließt deine Hilfe hin

Unsere Steyler Missionarinnen haben einen Hilfsfonds für die Ukraine eingerichtet. Schnell und unbürokratisch fließen von dort die Gelder an die notwendigen Stellen, um die Not zu lindern.
Wir setzen das Geld zum Beispiel ein für den Kauf von

  • Lebensmitteln und Wasser
  • Medikamenten und anderen medizinischen Gegenständen
  • Matratzen, Decken, Kleider
  • und vielem mehr.

Neben dem Einsatz für die Menschen in den Kriesgebieten, sorgen sich unsere Missionare und Missionarinnen um die Flüchtlinge an den Grenzen der Ukraine, aber auch in den Ländern der EU. Sie betreuen Familien, Frauen, Kinder und sorgen dafür, dass sie eine Unterkunft haben.

Bei allem arbeiten unsere Teams vor Ort immer eng mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, um ein Optimum für die Menschen vor Ort herauszuholen.

"Sie schossen, töteten, folterten und stahlen alles, was sie konnten."

Schwester Lucyna Grząśko SSpS berichtet aus Kiew

18. April 2022 - "Irpień, Bucza, Worzel und andere Dörfer in der Nähe von Kiew kämpften über einen Monat heldenhaft. Als die Russen abzogen, sahen wir die Gräuel des Krieges: Sie schossen, töteten, folterten und stahlen alles, was sie konnten. Neben teuren Dingen wie Computern, Autos, Waschmaschinen, Fernsehern nahmen sie sogar Toilettensitze und Hundekabinen mit. Sie waren überrascht, dass die Ukrainer so viele Dinge hatten und dass man eine Toilette in seinem Zimmer haben kann.

Eltern wurden vor den Augen der Kinder getötet

Groß ist das Leid der Kinder, die von ihren Eltern getrennt, von den Eindringlingen vor den Augen ihrer Kinder getötet und anschließend vergewaltigt wurden. Das älteste Mädchen war 14 Jahre alt. Sie rissen ihr die Zähne heraus. Nach der Abwehr der russischen Truppen werden überall Gräber ausgehoben, sogar vor Häusern. Die Geschichte eines 6-jährigen Jungen, der jeden Tag zum Grab seiner Mutter kommt und ihr Essen bringt, berührt mich tief. Was die Russen nicht mitnehmen konnten, zerstörten sie. In einem Krankenhaus zum Beispiel, wo es neue medizinische Geräte gab, zerschlugen sie alles. Ein Großteil der Gegend ist vermint, sogar Leichen liegen auf der Straße.

Als die Russen ins Theologische Seminar in Worzel bei Kiew kamen, nahmen sie alles mit, auch Lebensmittel,sogar die alten Schuhe des Rektors, und zerstörten die Autos. Nun sind der Rektor und die Seminaristen an ihren Platz zurückgekehrt und beginnen mit der Sanierung und dem Wiederaufbau der beschädigten Gebäude. Dort, wo die russische Armee nicht mehr existiert, wird wo immer möglich aufgeräumt. Leider liegen unter den Trümmern noch Leichen oder Massengräber.

In Mariupol ist die Lage dramatisch

Am schlimmsten ist die Situation in Mariupol, wo es kein Wasser und keine Nahrung gibt. Die Russen blockieren die humanitäre Hilfe oder übernehmen sie selbst. Die zum Abholen von Menschen eingesetzten Busse wurden zerstört. Es gibt viele Tote in der Stadt - sie liegen auf dem Boden und es gibt niemanden, der sie begräbt, denn wer sich bewegt, steht unter Beschuss. Die Russen nehmen viele Menschen gefangen und nehmen sie mit ihren Dokumenten mit. Was danach mit ihnen passiert, ist nicht bekannt.

Ich schreibe diese Zeilen aus dem Studio von Radio Maria aus Kiew. Hier ist es im Moment ruhig und friedlich ist. Alles scheint zum normalen Leben zurückzukehren, der Transport funktioniert. Auf den Straßen gibt es Checkpoints und ab und zu durchschneidet eine Sirene die nächtliche Stille. Wir wissen, dass dies nicht das Ende ist,denn die Russen haben immer noch Pläne, Kiew zu erobern. Deshalb bitten wir um Euer Gebet.

Sr. Lucyna Grząśko SSpS

 

Hilfe Update

An dieser Stelle berichten wir über den aktuellen Stand der Hilfe

26.Mai
++  "Die Kinder in der Ukraine sehnen sich nach Frieden. Sie können nicht verstehen, warum dieser Krieg ihr Land zerstört, ihre Eltern tötet und ihre Familien fortschickt." Schwester Viktoria Kovalchuk, SSpS, schickt uns ein Foto mit einer Gruppe von Kindern aus einem Dorf in Khmelnytskyi. Ihre Eltern haben sich entschieden, in der Ukraine zu bleiben.

24. Mai
++ "Der Preis für die Freiheit ist groß" Schwester  Svitlana sendet uns eine Videobotschaft zum Tode der gefallenen SoldatInnen. 
 

13. Mai
++ Spenden fließen weiter: Wir haben weitere 5.000 € an den Ukraine-Nothilfe-Fonds der Steyler überwiesen. Insgesamt haben wir 15.000 € weitergeleitet. Vielen Dank allen Spenderinnen und Spendern. 

2. Mai
++ 10.000 € sind mittlerweile von uns für den Nothilfe-Topf bereitgestellt. Geld, das dringend für die vielen großen und kleinen Hilfsprojekte der Steyler gebraucht wird. 

26. April
++ Heute erreicht uns über Umwegen ein erschütternder Bericht von Schwester Lucyna aus Kiew, den sie bereits am 18. April verfasst hat. Die aus Kiew abgezogenen russischen Truppen hinterlassen Grauen und Zerstörung. Den ganzen Brief finden sich auf dieser Seite.

17. April
++ In Wierzbowiec, Ukraine luden die Steyler die Flüchtlinge, die im Pfarrheim leben, zum Osterfest ein. Es war eine bescheidene, aber ungewöhnliche Feier, die die Flüchtlinge das Kriegsdrama für eine Weile vergessen ließ und die Hoffnung spendete.

5. April
++ Schwester Svitlana wendet sich kurz an uns: "Danke für Euere Unterstuetzung. Es geht uns gut. Wir packen die Sachen für die Flüchtlinge und die Medikamenke für die Krankenhaueser. Ich bin glücklich, weil wir sehr gute Medikamente aus Italien bekommen haben. Die Situation ist schwieriger geworden, es gibt sehr harte Kämpfe im Osten. Wir hoffen."

1. April
++ Überall haben die Steyler ihre Häuser für Flüchtlinge geöffnet. Dabei arbeiten sie immer eng mit den HelferInnen vor Ort zusammen. In Sankt Augustin sind sie zum Beispiel Teil eines lokalen Hilfsnetzwerk von Kirche und Stadt. Mehr dazu.

30. März
++ Die Steyler Schwester Lucyna sendet weiterhin mit Radio Maria aus Kiew.

26. März
++ Neue Hilfsgütertransporter erreichen die Steyler Station in Wierzbowiec/Ukraine. Sie kommen aus der Slovakei, aus Polen und anderen Ländern. Von dort werden die umliegenden Regionen von  P. Wojciech und seinem Team versorgt. Die Station wird so etwas wie ein Logistikzentrum.

24. März
++ Die Spendenbereitschaft ist ungebrochen. Wir haben weitere 3.000 € an den zentralen Hilfsfonds der Steyler Schwestern überwiesen.

18. März
++ Heute macht sich Sr. Viktoria, die in Athen war, auf den Weg zurück in ihre Heimat, die Ukraine - per Bus von Athen! Sie will bei den Menschen sein, die Hilfe und Zuspruch brauchen. Eine mutige Schwester. Wir hoffen und beten, dass sie gut ankommt. Mehr dazu

14. März
++ In einer Sprachnachricht bedankt sich Sr. Svitlana für die Unterstürzung aus Deutschland. Um Russland zu schwächen bittet sie Deutschland um weitere Sanktionen. "Business sollte nicht wichtiger sein als Menschenleben".

11. März

++ Eine Schwester, die mit dem Auto von Berlin nach Polen gefahren ist, konnte Medikamenten- und Lebensmittelpakete und Schutzhelme (die in Berlin fast nicht mehr zu erhalten waren) mitnehmen und von Polen aus an die Adressen weiterleiten, die um Unterstützung gebeten hatten.  

++ Aus der Zentral-Ukraine meldet sich Schwester Svitlana mit einer Videobotschaft. Sie und Ihr Team betreiben eine Flüchtlingsunterkunft für die Menschen, die aus allen Teilen vor dem Krieg und der Gewalt fliehen. 

10. März

++ Spendenaktion erfolgreich angelaufen: Heute werden die ersten 2.000 € an die Schwestern für ihre Ukraine-Hilfe überwiesen.

9. März
++ Steyler Missionare in Neiße/Polen beherbergen 21 Flüchtlinge.  Im Missionshaus St. Cross leben 11 Personen und im Missionshaus des Guten Hirten 10 Personen.
Sie stellen Kontakte zu den städischen Stellen her und dienen als Übersetzer, Anlaufstelle und Helfer.

7. März
++ Unser Team an der polnischen Grenze: Unter den Flüchtlingen sind nicht nur Ukrainer, sondern auch Menschen aus anderen Ländern, die es besonders schwer haben. Hier vermitteln Steyler Unterkünfte,
++ Uns erreicht die Nachricht von Schwester Ludmilla Peychenuk aus Kiew:  Die Lage spitzt sich zu. Die Versorgung wird immer schwieriger.

4. März
++ Erste Flüchtlingsfamilien kommen nach Deutschland. Steyler in St, Augustin helfen bei Unterkunft und Koordination.
++ Sr. Titiana wendet sich aus der Ukraine mit einer erneuten Videobotschaft an die Welt. Es ist der inbrünstige Appell an den Frieden.
++ Spendenaktion der Steyler Bank Stiftung startet

3. März 
++ Die Planungen zur Einrichtung eines zentralen Hilfsfonds laufen auf vollen Touren.
++ Erste Gelder sind bereits über die Caritas International in die Ukraine geflossen. Wir nutzen deren Infrastruktur bei der Beschaffung, Transport & Verteilung
++ Unsere Schwestern in der Ukraine brauchen dringend Material für die medizinische Erstversorgung.

2. März 
++Videobotschaft aus der Ukraine: Die Schwestern danken für die große Anteilnahme aus der ganzen Welt. Sie berichten von großem Leid aber auch großer Solidarität.

28. Februar
++ 5 Steyler Schwestern verlassen ihren Einsatzort Khmelnytskyi und flüchten zuammen mit vielen Ukrainern nach Polen. Die russische Armee nimmt die Stadt unter Beschuss. 
++ Steyler Missionare in Polen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe in den polnischen Grenzregionen.

Video-Botschaften

Hier findet Ihr die Video-Botschaften, die uns im Laufe des Krieges erreicht haben. Sie sind Zeugnis des Glaubens und Hoffnung inmitten des Krieges und zugleich die Bitte um Unterstützung und Solidarität.

"Ich lass die Menschen nicht zurück"

Schwester Lucyna berichtet aus Kiew

Mittwoch, 16. März 2022

„Wir werden siegen, weil Gott mit uns ist“ – das ist ein häufiger Schrei aller Menschen seit Beginn des Krieges. Am 24. Februar, dem ersten Kriegstag, fand er uns in unserem Haus in Wierzbowiec bei Winnica. In den letzten Tagen trafen sich dort die Schwestern der ukrainischen Provinz. Am Morgen trafen Textnachrichten ein, in denen die Menschen in der Ukraine die Ausbrüche spürten, und dann die Information, dass der Krieg begonnen hatte. Es war schwer zu akzeptieren.

Während wir beteten, warteten wir 2 Tage, um die richtige Entscheidung zu treffen, was wir als nächstes tun sollten. Es gab verschiedene Vorschläge und Möglichkeiten, aber ich entschied mich für Kiew, wo ich seit bald drei Jahren lebe. Dort arbeite ich auch seit 10 Jahren als Journalistin von Radio Maryja.

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Tatsächlich rieten mir alle davon ab, nach Kiew zu reisen. Aber ich konnte dem Ruf nicht widerstehen, zu den Menschen zurückzukehren, die durch die Programme von Radio Maryja in dieser schwierigen Zeit Unterstützung erhalten konnten. Ich bin alleine im Auto gefahren. Es sind nur 150 km, aber es dauerte vier Stunden. Unterwegs diverse Straßenkontrollen mit schussbereiten Gewehren.

Ukrainische Soldaten kontrollierten jeden, der sich näherte. Mein Auto hatte „Radio Maryja“-Markierungen auf der Vorderseite, also ließen sie mich bei ungefähr 30 Straßenkontrollen mit einem Lächeln gehen, und ich segnete alle, indem ich das Zeichen des Heiligen Kreuzes machte. Seit einigen Tagen bin ich nun in Kiew, wo es bisher ruhig war. Nachts hören wir Flugzeuge und Explosionen am Stadtrand von Kiew, und tagsüber sehen wir Militärautos und Panzer auf den Straßen vorbeifahren.

Kiew ist menschenleer, die meisten Menschen sind weg, es gibt nur sehr wenige Personenwagen. In der 6-Millionen-Stadt ist es ruhiger geworden. Selbst die Ampeln funktionieren nur noch mit Gelblicht. Diejenigen, die geblieben sind, schalten abends in ihren Häusern kein Licht an, sondern nur Kerzen. Wenn es einen Alarm gibt, rennen sie zum Unterstand, zur U-Bahn oder zu anderen Orten. Außerdem gilt eine Ausgangssperre von 18 bis 8 Uhr.

Tagsüber können sich die Menschen in Kiew bewegen, die U-Bahn oder den Bus zum Einkaufen oder zur Arbeit nehmen. Den Läden gehen bereits die Lebensmittel aus, aber die Menschen helfen sich gegenseitig. Es gibt eine große Solidarität unter den Menschen. Einige Menschen fangen an, an Gott zu zweifeln. "Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er dann dieses Unglück zu?" fragen sie. 

Am schwierigsten ist es im Osten der Ukraine, wo nicht nur militärische Einrichtungen angegriffen werden, sondern auch Krankenhäuser, Lieferzentren, Waisenhäuser, Schulen und Wohngebäude. Das Leid der Menschen ist groß.   Russische Soldaten schonen Frauen und Kinder nicht - sie vergewaltigen und töten. Sie gehen auf der Suche nach Nahrung in Wohnungen, zerstören, stehlen. Jeder, der sich in diesem Feuer befindet, will fliehen, aber die Russen zerstören Autos und Busse, die für den Transport vorbereitet sind. Jeden Tag, wenn wir von all dem hören, weinen wir in Solidarität mit denen, die verletzt wurden.

Bewegend ist die Haltung einer Frau aus Charkiw, die ihren 11-jährigen Sohn mit dem Zug in die Slowakei schickte und ihm ein kleines Paket und ihre Telefonnummer auf die Hand schrieb. Sie konnte nicht mit ihm gehen, weil ihre Mutter krank war und ihr Mann in den Krieg zog. Der Junge kam tränenüberströmt an, weil er seine Mutter zurück gelassen hat. Aber immerhin ist er an einem sicheren Ort.

Ich bin seit 30 Jahren in der Ukraine und deshalb konnte ich als Missionarin die Menschen in Not nicht alleine lassen. Sie sind in meinem Herzen. In der Ukraine kennt man mich, weil ich in den letzten 10 Jahren als Botschafterin von Radio Maryja fast jedes Wochenende in verschiedene Gemeinden in der Ukraine gehe und Sie einlade, uns zuzuhören.

Das Radio funktioniert und wir senden rund um die Uhr. Es gibt Live-Programme von 7.00 bis 22.00 Uhr. Derzeit sind wir nur zu dritt: Pater Oleksij Samsonov, Direktor von Radio Maria UA, Pater Waldemar Pawelec, SAC, und ich. Wir schlafen auf dem Boden. Jeder hat sein eigenes Studio.

Wenn Ihr dies lest, weiß ich nicht, ob ich noch lebe und ob ich den Krieg überleben werde. Aber ich bin zu allem bereit, ich habe keine Angst in meinem Herzen!

Vielen Dank, Euch allen für Eure Gastfreundschaft, dafür dass Ihr jeden und jede aufnehmt, der darum bittet. Dabei fließen auch Freudentränen. Ich bitte Euch, betet weiterhin für das unterdrückte ukrainische Volk. Irgendwie fühle ich, dass der Sieg bald kommen wird, weil Gott mit uns ist.

Sr. Lucyna Grząśko SSpS
Kiew, 15. März 2022

Kiew: Es gibt nichts mehr zu kaufen.

Aus Kiew schreibt uns Schwester Ludmila:

„Es ist unglaublich, was in den großen Städten und in der Umgebung von Kiew vor sich geht. Dies ist eine Kriegskatastrophe, die aus Russland in mein Land gekommen ist. Noch gibt es die Möglichkeit, über das Internet Kontakt zu den Schwestern zu halten. Aber wenn man sieht, wie sich der Krieg ausbreitet, sind wir nicht sicher, wie lange das noch möglich sein wird.“

Die Menschen in der Ukraine halten zusammen und sammeln Lebensmittel, Wasser und alltägliche Güter für die Gebiete, in denen sich die Menschen kaum noch selbst versorgen können, weil es nichts mehr zu kaufen gibt. Das größte Problem ist, die Hilfsgüter an die Menschen zu verteilen. An bestimmte Orte kann nur das Militär Vorräte bringen, bei anderen Orten gibt es überhaupt keine Möglichkeit mehr“

"Wir bleiben hier"

Aus dem Western der Ukraine berichtet Pater Wojciech Yellow SVD. Er ist Pfarrer in Wierzbowiec im Bezirk Vinnytsia. Trotz einer sehr schwierigen Situation bleibt er ebenso wie sein Mitbruder Pater Adam Kruczyński SVD in Struga bei den Menschen.  

"Die aktuelle Situation in der Region ist angespannt, aber stabil. Die Bevölkerung in Wierzbowiec hat sich mit Lebensmittel und Medikamente versorgt. Die Geschäfte sind leergekauft. Es gibt so gut, wie nichts mehr, nicht mal mehr Salz. An den Tankstellen gibt es keinen Treibstoff mehr."  Der Missionar betont, dass es in dieser Region der Ukraine recht ruhig sei. Er hofft, dass es o bleibt, da es dort keine militärischen Komplexe oder strategische Infrastruktur gebe.

Das Haus, das normalerweise für die Jugendarbeit gebraucht wird, hat er umgebaut,  um gegebenenfalls Flüchtlinge aus anderen Landesteilen aufnehmen zu können. Er hat Platz für 50 Flüchtlinge geschaffen. Bisher haben erst 11 Personen die Unterkunft genutzt, die eine Weile angehalten und ihre Reise fortgesetzt haben. Pater Wojciech hat einen Lebensmittelvorrat angelegt, mit dem er Flüchtlinge im Notfall für zwei Wochen versorgen kann. 

" - Die Menschen sind sehr dankbar, dass wir bei ihnen geblieben sind. Viele kommen im Gebet zusammen. Es ist uns gar nicht in den Sinn gekommen, zu gehen. Wir haben nur darüber nachgedacht, was wir tun können, um bei den Menschen zu sein und ihnen zu helfen. Ich habe noch nie in meinem Leben solchen Schmerz und solches Leid gesehen. Viele Bewohner unseres Dorfes arbeiten in Kiew und die Familien bleiben dort, weil sie nicht raus konnten “, sagt Pater Yellow.

Unser Team in der Ukraine

Seit 1990 sind die Steyler Missionarinnen in der Ukraine.
14 Schwestern waren bei Ausbruch des russischen Krieges an fünf Orten im Einsatz. Sie arbeiten in Kiew, in Boryspilin, Krementschuk, in Khmelnytskyi und Verbovets. Sie arbeiten in den Gemeinden, sorgen sich um Familien und Kinder. Sie engagieren sich für Aids-Kinder, für Obdachlose und Hungernde. 

Fünf der Schwestern haben die Ukraine verlassen müssen und sind nach Polen gegangen, nachdem ihr Dorf Khmelnytskyi am 28. Februar von der russischen Armee belagert wurde. Sie helfen dort den Flüchtlingen. Die übrigen neun Schwestern halten weiterhin die Stellung.

Steyler Missionare sind im Westen des Landes
Derzeit arbeiten zwei Steyler Ordensmänner in der Uktraine. Pater Wojciech Yellow SVD ist Pfarrer in Wierzbowiec im Bezirk Vinnytsia  und Pater Adam Kruczyński SVD in Struga im Bezirk Chmielnik. Zwei Steyler Missionare haben sich zudem auf den Weg in die Ukraine gemacht und verstärken die Hilfe vor Ort.