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Die Krankheit der Armen

Eine Million Menschen sterben jedes Jahr an Malaria. Jedes fünfte tote Kleinkind starb an den Folgen der Tropenkrankheit. Helfen kann nur eine bessere Vorsorge.

Ein Fahrzeug der Sozialstiftung YASPEM, die Insektenmittel und Moskitonetze an die Bevölkerung verteilt.
17. April 2014

Von: Christina Brunner

Wenn die Regenzeit zu Ende ist, fliegen sie los. Ob Indien oder Äthiopien, Indonesien oder Tansania: Zu Tausenden fallen die winzigen Anopheles-Mücken über die Menschen her.

Und viele tragen den Malaria-Erreger in sich. Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber und Schüttelfrost, besonders bei Schwangeren und kleinen Kindern kann sie auch zum Tod führen. Auf Flores schlugen die Steyler Missionare 1998 Alarm: 80 Prozent aller Schulkinder zeigten Anzeichen einer schweren Infektion.

Essen für ein stärkeres Immunsystem
Hilfswerke wie Misereor finanzierten eine Schulspeisung mit Fisch, Gemüse und Milch, um das Immunsystem zu stärken. Für arme Familien wurden Moskitonetze und Insektenschutzmittel gekauft.

Ganz wichtig waren auch die „grünen“ Projekte, für die Pater Heinrich Bollen, Steyler Missionar aus der Pfalz, warb: „Viele Menschen werfen ihren Müll einfach in die Landschaft und leiten ihre Abwässer in offene Straßengräben. So entstehen ideale Brutgebiete für die Malaria-Mücken.“

Krankheits-Ursachen bekämpfen
Die Steyler Missionare setzten sich ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen die Ursachen der Krankheit bekämpfen statt nur die Folgen zu behandeln. So gründete Pater Bollen die Sozialstiftung YASPEM. Die Stiftung betreut vielfältige Projekte im Bereich der medizinischen Vorbeugung und der Aus- und Weiterbildung, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung in der Region zu verbessern.
 
Viele Neu-Erkrankungen in Indonesien
Noch immer ist Indonesien das Land mit dem höchsten Malaria-Risiko. „Dabei wäre es so einfach und auch billig, sich zu schützen“, erklärt die Steyler Missionsschwester Domitila Kilok. Sie startet in diesem Jahr ein Projekt für die rund 700 jungen Mädchen, die in den Schlafsälen der Steyler Schwestern untergebracht sind: „Sie sollen lernen, wie sie die Krankheit vermeiden können und ihr Wissen an die Familien weitergeben. Wir schulen sie mithilfe von Videos, Vorträgen und praktischen Übungen.“
 
Seit 2002 hat die EU mehr als 210 Millionen Euro in die Erforschung und Bekämpfung der Krankheit investiert. Forscher in aller Welt suchen nach einem Impfstoff gegen die Krankheit, der jedes Jahr rund eine Million Menschen zum Opfer fallen. Doch die Erfolge sind bescheiden.
 
Die Steyler Schwester Soosai Mary, die in Indien Malariakranke berät, weiß warum: „Viele haben kein Geld, um den Bluttest machen zu lassen. Und dann kaufen sie nur ein paar Tabletten, damit es ihnen besser geht, nehmen aber nicht die volle Dosis ein.“
 
Eine bessere Vorsorge in Afrika
Nicht umsonst gilt Malaria als die Krankheit der Armen, und ohne umfassende Hilfsprogramme wird sie nicht auszurotten sein, betont Jürgen May, Tropenmediziner in Hamburg: „Studien haben gezeigt, dass man in Afrika den größten Effekt erzielen kann, indem man eine vernünftige Gesundheitsversorgung aufbaut. Dann kann man die Malaria auch besiegen.“


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