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„Die Fastenzeit ist eine Einladung“

Nach den Karnevalstagen muss mit der Freude am Leben nicht Schluss sein. Ganz im Gegenteil.

Für Bruder Gebhard Rahe ist die Fastenzeit eine Einladung, sich nicht nur zu besinnen, sondern sich auch am Leben zu erfreuen.

Für Bruder Gebhard Rahe SVD ist die Fastenzeit eine Einladung, sich am Leben zu erfreuen.
Ab Aschermittwoch erklärt der Steyler Missionar in einer vierteiligen Interview-Reihe, welche Bedeutung die Fast- und Ostertage haben und warum es sinnvoll ist, sich auf das höchste christliche Fest vorzubereiten.
 
Die Fastenzeit ist für viele eine Qual. Je nach Motivation machen Diäten, Heilfastenkuren oder selbst auferlegte Entsagungen die meisten Menschen unzufrieden. Dabei ist die Idee des Fastens in der Vorbereitung auf das Osterfest eine andere: „Ziel ist es, sich am Leben zu erfreuen“, sagt Bruder Gebhard Rahe, Steyler Missionar in Sankt Augustin. „Die Fastenzeit ist eine Einladung, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Da geht es genauso um eine neue Beziehung zu Gott wie zu meinen Mitmenschen.“
 
Offen sein für andere
Möglichkeiten, die Zeit des Fastens persönlich zu gestalten, gibt es viele, findet Bruder Gebhard. „Ich kann natürlich auf manche Speisen verzichten, enthaltsamer leben. Ich kann aber auch Gutes tun in dieser Zeit.“ Eines ist ihm nur wichtig: „Bei allen Vorsätzen geht es nicht nur darum, den Körper, sondern auch die Seele wieder dienstbar zu machen“.

 Damit meint der 78-jährige Ordensmann, offen zu sein, auch für andere. „Das fängt beim Nächsten an. Ich kann dem Nachbarn helfen, Kranke besuchen oder Almosen geben.“ Einen entscheidenden Hinweis dazu sieht der Steyler Missionar im Alten Testament. Für den Propheten Jesaja bedeute Fasten, nicht den Kopf hängen zu lassen, die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Versklavten freizulassen, den Hungrigen Brot zu geben, die Nackten zu bekleiden und für seine Mitmenschen da zu sein.
 
Jeder ist eingeladen
Bruder Gebhard ist sich sicher, dass jeder eingeladen ist, die Wochen der Vorbereitung auf Ostern für sich zu nutzen. „Es ist nicht das Wichtigste, in die Kirche zu gehen. Zuerst für andere etwas tun, ist viel bedeutender.“ Sein Rat: „Einfach irgendwo anfangen. Denn die Freude, die ich anderen mache, die kommt ins eigene Herz zurück.“

So hofft Bruder Gebhard, dass niemand betrübt oder ernst durch die Fastenzeit geht. „Wenn wir uns besinnen, uns und anderen eine Freude machen, dann können wir auch unsere Beziehung zu Gott neu entdecken und erkennen, dass wir Kinder Gottes sind und von ihm geliebt werden.“
 
An Sonntagen wird nicht gefastet
Selbst möchte sich Bruder Gebhard in den kommenden Wochen der österlichen Bußzeit, wie die Fastenzeit auch genannt wird, auf sein Leben als Ordensbruder konzentrieren, „ein gutes Buch lesen, weniger Fernsehen schauen und für meine Mitbrüder da sein“. Bei den Mahlzeiten verzichtet er auf Nachtisch, mittwochs und freitags auch auf Fleisch. Außerdem trinkt er an Werktagen keinen Alkohol. „Sonntags schon. Die Sonntage sind immer Auferstehungstage. Da wird nicht gefastet.“, sagt er und lächelt. „Darum werden auch nur 40 Fasttage von Aschermittwoch bis Karsamstag gezählt.“
 
Anregungen für die Fastenzeit
Besondere Vorgaben für die Fastenzeit gebe es nicht. „Jedem bleibt selbst überlassen, was er sich in diesen Tagen vornimmt“, sagt Bruder Gebhard. Wer noch unsicher ist, dem empfiehlt er den neuen Steyler Fastenkalender. „Mit Bibeltexten und weiterführenden Gedanken zu jedem Tag gibt er gute Anregungen, über sich und andere ins Nachdenken zu kommen.“

Bruder Gebhard hat ihn sich schon angesehen. „Er ist wirklich lohnenswert und gleichzeitig eine tägliche Erinnerung, das zu halten, was man sich in der Fastenzeit vorgenommen hat.“
 
Weitere Hintergründe zur Fastenzeit und zum Osterfest erklärt der Steyler Missionar im Rahmen einer vierteiligen Interview-Reihe. Darin beantwortet er Fragen zu den Themen Aschermittwoch, 40 Tage Fasten, Die Karwoche und Das Auferstehungsfest. Die einzelnen Beiträge erscheinen ab Aschermittwoch (18. Februar). In den Gesprächen beschreibt Bruder Gebhard, welche Bedeutung die Fasten - und Ostertage haben und warum es sinnvoll ist, sich auf das höchste christliche Fest vorzubereiten.

bn_mehrpfeil_0.pngZur Online-Bestellung des Steyler Fastenkalenders
 
Der Reinerlös des Fastenkalenders ist für Steyler Missionsprojekte bestimmt und unterstützt hilfsbedürftige Menschen in der Welt.
 
Infos zur Person:
Bruder Gebhard Rahe, 1937 in Rulle bei Osnabrück geboren, trat 1959 in den Orden der Steyler Missionare ein. 1967 legte er in Sankt Augustin seine Ewigen Gelübde ab. In den Folgejahren war er als Sekretär der Deutschen Provinz und im Vertrieb des Zeitschriftenapostolates im niederländischen Steyl tätig. Eine Zeit im Generalat in Rom schloss sich an. Über 20 Jahre arbeitete er dann in der Bildungsstätte Arnold-Janssen-Haus und war zuletzt als Direktor für das Museum „Haus Völker und Kulturen“ in Sankt Augustin zuständig.

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