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„Der Markt der Nachhaltigkeitsfonds wird bewusst in ein schlechtes Licht gerückt“

Die Stiftung Warentest veröffentlichte jüngst ihre Testergebnisse von 46 Nachhaltigkeitsfonds. Darunter war auch der "Steyler Fair und Nachhaltig – Aktien"-Fonds, der das drittbeste Ergebnis erzielt.

Die Studie hat ein breites Medienecho ausgelöst. Dem Vorwurf der Süddeutschen Zeitung vom 21.8.2014, dass Ethik-Fonds lügen, begegnet Norbert Wolf Geschäftsführer der Steyler Bank im Interview.

Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Bank
22. August 2014
 
Frage: Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute unter der Überschrift "Grüne Lügen" über die neue Studie von Finanztest und Verbrauchzentrale Bremen zu Nachhaltigkeitsfonds. Wurde dazu auch der Steyler Aktienfonds auf den Prüfstand gestellt?

Norbert Wolf: Ja, und erfreulicherweise landet der Steyler Fair und Nachhaltig - Aktienfonds sogar auf Platz 3 von insgesamt 46 untersuchten Aktienfonds. Darüber freuen wir uns sehr, auch wenn wir einige Details der Studie oder besser ausgedrückt der daraufhin erfolgten Berichterstattung kritisch betrachten.

Frage: Die Süddeutsche Zeitung erschreckt die Leser mit einer Schocknachricht in ihrer Ausgabe vom 21.8.2014 im Untertitel: "Bomben, Öl und Kinderarbeit: Viele Fonds halten nicht, was sie versprechen". Ist dieser Vorwurf berechtigt?

Norbert Wolf: Überschrift, Untertitel und der ganze Artikel der Süddeutschen Zeitung insgesamt sind tendenziös und aus meiner Sicht nicht wirklich gut recherchiert. Die Berichterstattung zielt ganz offensichtlich darauf ab, den Markt der Nachhaltigkeitsfonds bewusst in ein schlechtes Licht zu rücken. Bei der Untersuchung von Finanztest geht es gar nicht um eingehaltene oder nicht eingehaltene Versprechen.

Ein Fonds, der nicht oder nur mit einzelnen, ausgewählten Ausschlusskriterien arbeitet und das in dem Fragebogen der Studie auch so angegeben hat, hat kein Versprechen gebrochen, sondern einfach einen anderen Ansatz. Jeder, der sich mit Nachhaltigkeitsfonds auch nur ansatzweise beschäftigt, weiß, dass ihnen ganz unterschiedliche Ansätze zugrunde liegen können.

Üblich sind der Best-in-Class-Ansatz, Ausschlusskriterien oder gezielte Investitionen in bestimmte Branchen oder Bereiche, sogenannte Themenfonds. Die Qualität eines Fonds nur an der Anzahl seiner Ausschlusskriterien fest zu machen, ist nicht seriös.    

Frage: Der Steyler Aktienfonds hat im Vergleich mit den 46 untersuchten Fonds den dritten Platz erreicht. Was hat der Fonds den anderen voraus und wo kann er noch besser werden?

Norbert Wolf: Wir schließen relativ viele Geschäftsfelder und kontroverse Praktiken aus und bieten eine vernünftige Transparenz. Da sind wir stark. Im Verhältnis zum Testsieger haben wir die Unternehmen aus dem Ölsektor und der industriellen Tierhaltung nicht als Ausschlusskriterium operationalisiert.

Die Erdöl-Branche schließen wir beispielsweise bewusst nicht aus, weil wir auch in dieser Branche die Unternehmen fördern wollen, die mit einem überzeugenden Nachhaltigkeitsansatz zu den Klassenbesten gehören. In dieser Industrie haben sich lediglich 9 von 169 Unternehmen weltweit als Nachhaltigkeitsleader herauskristallisiert. In diese neun Unternehmen können wir investieren.

BP und Shell gehören nicht dazu. Würde man Erdöl vollständig ausschließen, müsste man alle Industriebranchen ausschließen, die auf Erdöl angewiesen sind.

Der Klimaproblematik nehmen wir uns trotzdem an, in dem wir uns einmal jährlich die Treibhausgas-Emissionen aller Unternehmen anschauen, in die der Fonds investiert hat. Danach verursacht der Steyler Fair- und Nachhaltig Aktien fast vier Mal weniger CO2-Emissionen als die Unternehmen des deutschen Aktienindex DAX.

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