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Anbauzulassung für Genmais

In Europa wird dieser Tage heftig um die Anbauzulassung für den Gen-Mais 1507 gestritten. Die EU-Kommission will grünes Licht zu geben.

Genmais-Anbau - Warnschild
26. Februar 2014

In Europa wird dieser Tage heftig um die Anbauzulassung für den Gen-Mais 1507 gestritten. Die EU-Kommission will grünes Licht zu geben.

Der Genmais 1507 steht vor einer Zulassung in der Europäischen Union. Auch wenn eine große Mehrheit der EU-Minister sich gegen eine Genehmigung aussprach, es fehlte die notwendige Stimmenzahl für eine Ablehnung. Auch Deutschland enthielt sich der Stimme. Nun entscheidet die EU-Kommission und die signalisiert Grünes Licht.

Die US-Firma Pioneer Dupont, die die Maissorte produziert, stellt zwei Vorteile in den Raum: Der Genmais 1507 bilde ein Gift gegen den Maiszünsler und andere Schmetterlinge, deren Raupen zu den am häufigsten auftretenden Schädlingen auf Maisfeldern zählen. Zum anderen sei 1507 resistent gegen das Pflanzenschutzmittel Glufosinat, das gegen Unkraut eingesetzt wird. Um dies zu erreichen haben Gentechniker der Pflanze Genabschnitte aus Bakterien eingebaut.

Untersuchungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatten der Maissorte bereits im Jahr 2005 in einem wissenschaftlichen Gutachten bescheinigt, dass 1507 für Verbraucher genau so sicher ist wie herkömmlicher nicht gentechnisch veränderter Mais. Dagegen laufen Umweltverbände wie Greenpeace Sturm. Sie zweifeln an dem Gutachten und den angekündigten Vorteile.

In Brasilien, einem der Hauptanbauländer gentechnisch veränderter Pflanzen, versage der Mais auf ganzer Linien. „Er wird schon nach kurzer Zeit von den Schädlingen heimgesucht, gegen die er eigentlich resistent sein sollte. Die Versprechen der Industrie - höhere und sicherere Erträge sowie geringerer Spritzmitteleinsatz - erfüllen sich bestenfalls kurzfristig.

Bauern in Brasilien beklagen 30-prozentige Verluste an Ernte und Einnahmen, demgegenüber stehen deutlich höhere Kosten für das Gentechnik-Saatgut.“ konstatiert Greenpeace. Professor Antonio Andrioli, Mitglied der brasilianischen Biosicherheitskommission, nennt die Gentechnik "einen Rückschritt zu mehr Chemieeinsatz".

Dabei wirbt der Hersteller ja gerade mit weniger Chemie. Die Saatgutkonzerne profitieren so doppelt. Zunächst verkaufen sie teures Saatgut, dann die notwendigen Spritmittel. Doch Brasilien steht nicht allein da. Bereits 2007 wurde der Genmais 1507 in Puerto Rico nach nur drei Jahren vom Markt genommen. Die Raupen des Heerwurms waren resistent gegen den Heerwurm geworden.

Die Front gegen den Genmais wird massiver
Aber selbst die Genehmigung der Kommission für einen EU-weiten Anbau, bedeutet nicht, dass er in Deutschland angebaut wird. Er kann am Veto der Bundesländer scheitern. Und hier ist die Ablehnung massiv. Selbst Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich ist dagegen. Sein Ministerium startete eine Umfrage. Demnach waren über 80 % der Deutschen gegen Gentechnik in der Landwirtschaft.

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