suchen
drucken
 
50 Jahre Steyler Bank

50 Jahre Steyler Ethik Bank

Der Olivenbaum war das Leitmotiv der Jubiläumsfeier zu 50 Jahren Steyler Ethik Bank am 6. September. Als Symbol für nachhaltiges Wachstum und gute Früchte spielte er nicht nur in der Lesung des Festgottesdienstes eine Hauptrolle. Auch jeder der über 300 Teilnehmer erhielt einen Olivenzweig als Gastgeschenk. Das Fest war zugleich der Höhepunkt des Jubiläumsjahres.

Wer wissen wollte, wie es auf dem Steyler Campus in Sankt Augustin aussieht, war bei der Jubiläumsfeier richtig. Gleich zu Beginn konnten die Gäste bei einer Führung wahlweise das Kloster, das China-Institut oder das Haus der Völker und Kulturen kennenlernen. Und abwechslungsreich ging es weiter.

Lebensfreude im Festgottesdienst
Im Festgottesdienst versprühte der Gospelchor Moving Voices Lebensfreude. Der Steyler Bischof Dr. Gaspard Mudiso aus der kongolesischen Diözese Kenge zelebrierte die Messe. Als Repräsentant der Missionsländer erinnerte er an den Gründungsauftrag der Bank, die weltweite soziale und seelsorgerische Arbeit der Steyler Missionare zu unterstützen.

Bischof Mudiso verknüpfte in seiner Predigt die Lesung von der Sintfl ut, Worte des Apostels Paulus und weitere Bibelstellen zu einer eindringlichen Mahnung vor der Wurzel allen Übels, der Habgier. Die moderne Gesellschaft versuche, ohne Gott auszukommen und bete stattdessen Macht, Geld und Vergnügen an.

Dem setzte er die Werte Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung entgegen. Sie sind die Leitlinien des Steyler Ordens und Grundlage der Unternehmensphilosophie der Steyler Ethik Bank. Abschließend wünschte der Bischof dem Steyler Finanzinstitut, dass es auch in den kommenden 50 Jahren „ein kleines Zeichen der neuen Welt sei, in der Gerechtigkeit und Friede herrsche“, so wie es die biblische Offenbarung des Johannes verheiße.

Einsatz für Mensch und Mission
Während die Gäste nach der Messe bei Kaffee und Kuchen angeregte Gespräche führten, hatten die Mitarbeiter der Bank keine Zeit zum Innehalten. Die Steyler Ethik Bank nimmt ihren Auftrag als Dienstleister ernst. Dies brachten die Mitarbeiter  dadurch zum Ausdruck, dass sie tatkräftig anpackten. Und so waren sie es, die den Tag über die geladenen Bankkunden umsorgten, indem sie die Räume vorbereiteten, Kaffee ausschenkten und beim Festdinner kellnerten.

Eine ganz normale Bank und dennoch anders, so zeigte sich die Steyler Ethik Bank auch beim Festakt mit Video-Grußbotschaften aus drei Kontinenten sowie Liedern und Tänzen aus aller Welt.

Die Bankgeschäftsführer Norbert Wolf und Jürgen Knieps berichteten, was die Bank in 50 Jahren für ihre Kunden und für die Arbeit der Steyler erreicht hat. Norbert Wolf richtete den Blick auf die Anfänge: „Die Bank entstand mit den Mitteln, die Wohltäter der Mission zur Verfügung stellten. Der Einsatz für die Mission prägt bis heute die Arbeit der Bank in ihrem Engagement für eine gerechtere Welt.“

Als Vertreter des Ordens waren Generalökonom Pater Stefan Gerdes und Generalsuperior Pater Dr. Heinz Kulüke aus Rom angereist, um sich für die finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit zu bedanken. „Die Welt wäre ärmer ohne Sie alle“, gab Pater Kulüke den Kunden und Mitarbeitern mit auf den Weg.

Wo Bankgeschäfte immer auch den Armen dienen

„Ihre Entscheidung, bei der Steyler Ethik Bank Geld anzulegen, ist eine Entscheidung zugunsten der Armen.“ So dankte auch Festredner Bischof Dr. Franz Josef Overbeck den Bankkunden. Bei der Steyler Ethik Bank stünden nicht die Renditen im Mittelpunkt, sondern moralische Werte, sagte der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. „Letztlich geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Die Steyler Bank setzt damit ein hoffnungsvolles Zeichen, einen Kontrapunkt zur herkömmlichen Profitgier und Eigennützigkeit.“

In seinem spannenden Vortrag verdeutlichte der Bischof, wie die Prinzipien der ethischen Geldanlage mit den Forderungen der christlichen Soziallehre verwoben sind. Dabei war es interessant zu hören, dass schon das zweite vatikanische Konzil die Nachhaltigkeit von Investitionen einforderte, auch wenn dies in der Sprache der 1960er-Jahre etwas anders klang: „Investitionen ihrerseits müssen dahin zielen, in ausreichendem Maße Arbeits- und Verdienstgelegenheiten zu schaffen nicht allein für die gegenwärtige, sondern auch für die künftige Bevölkerung.“

Zupackend und unmissverständlich ist dagegen die Sprache von Papst Franziskus, den Bischof Overbeck wie folgt zitierte: „Nein, zu einem Geld, das regiert, statt zu dienen.“ Für den Festredner stand fest, dass Eigentum immer auch Verantwortung bedeutet.

Zukunftsvisionen
Eine Ansicht, die Bankgeschäftsführer Jürgen Knieps teilte. Er äußerte den Wunsch, dass sein Haus noch lange „eine provokative und kreative Bank bleibt, die den Menschen dient“. Das passte dann wieder zu dem Motiv des Olivenbaums, denn von dieser mediterranen Gattung weiß man, dass sie sehr alt werden kann. Bei richtiger Pflege, so sagt man, können Olivenbäume sogar über mehrere Jahrhunderte Früchte tragen.

Sie möchten uns eine Nachricht schreiben?

 

Bitte geben Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihre Nachricht ein.

Sie wünschen einen Beratungstermin?

 

Bitte geben Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie einen Terminwunsch an.

Ihr Kontakt zur Steyler Bank:

Bei Fragen können Sie uns natürlich gerne anrufen oder uns eine E-Mail senden.
Fragen, Wünsche, Kommentare?

Wir freuen uns auf regen Austausch mit Ihnen - auch über die sozialen Netzwerke.
Abonnieren Sie jetzt kostenlos Steyler Bank Aktuell, unseren monatlichen Newsletter für ethische Geldanlagen.

Jetzt registrieren.
  • Nachricht schreiben
  • Termin vereinbaren
  • Kontakt zur Steyler Bank
  • Soziale Netzwerke
  • Newsletter abonnieren