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Mitteilungsarchiv - Zeitung und Kaffee

Explosion in Nairobi

13. September 2011

Die verheerende Explosion einer Pipeline in Nairobi forderte viele Opfer. Der Steyler Missionar Karl Schaarschmidt ruft zu schneller Hilfe auf.

Der Steyler Bruder Karil Schaarschmidt ist seit vielen Jahren in Kenia als Missionar aktiv. Die Explosion einer Pipeline in der Metropole Nairobi erschüttert Kenia. Kurz nach der Katastrophe meldete sich Bruder Schaarschmidt aus dem Krisengebiet mit folgender Mail, die wir in Auszügen abdrucken.

 

"Liebe Freunde in Deutschland, es ist wirklich schwierig für Afrika aus dem Elend herauszukommen. Eine Katastrophe verfolgt die andere. Wie haben die Hungersnot im Norden von Kenia, Ethiopia, und Somalien durch die hunderte verhungert sind besonders Kinder und alte gebrechliche Menschen. Dann war letztes Wochenende ein großes Unglück in Zansibar, ein überladenes Boot das nur 600 Menschen befördern kann, wurde überladen mit 800 Personen. Dadurch brauchten sie natürlich mehr Treibstoff, der ihnen dann mitten im Meer ausging und das Boot durch den starken Wind herumtrieb und zum kentern brachte. 187 Menschen wurden tot geborgen und mehrere hundert sind noch vermisst, die man auch sicher zu den Toten zählen kann.

 

Heute war in Kenia, Nairobi wieder ein großes Unglück. Ein Schieber in der Pipeline die von Mombasa nach Nairobi und Eldoret geht, wurde undicht. Durch den hohen Druck ist dann soviel Benzin raus geschossen und in die großen Abwasserkanäle geflossen. Anstatt wegzulaufen haben die Leute versucht das Super Benzin aufzufangen. Eine einmalige Gelegenheit kostenlos Benzin zu bekommen. In der Umgebung und über die Pipeline haben die Leute ihre Slumhütten gebaut, was ja nicht erlaubt ist, in denen auch auf offenem Feuer gekocht wurde. Das verursachte eine große Explosion, bei dem viele Hütten in die Luft geschleudert wurden zusammen mit ihren Insassen. Große Teile des Slums wurde verbrannt, einschließlich der Menschen die dort wohnten. 76 Menschen sind den Flammen zum Opfer gefallen und 120 sind im Krankenhaus und kämpfen um ihr Leben. Die Bevölkerung wurde aufgerufen Blut zu spenden um diesen Verunglückten zu helfen. Auch wurde um Sachspenden gebeten, wie Leintücher und Decken, da man auf solch ein Unglücksausmaß nicht vorbereitet war. Viele der Slumbewohner haben ihr Hab und Gut verloren und stehen wieder vor dem Nichts.

 

Kenianer für Kenianer

Kenia ist zurzeit wieder in einer schwierigen Lage. Die Regionen im Nordosten des Landes leiden wieder unter Mangel an Trinkwasser und Nahrung. Es hat monatelang nicht geregnet und daher sind die Wasser-quellen versiegt und die Ernte von Mais und Bohnen sind vertrocknet. Wie immer lässt sich die Regierung Zeit um dem Notstand frühzeitig abzuhelfen. Es wird oft hinausgeschoben, bis die ersten Menschen, besonders Kinder an Hunger sterben.

 

Es ist zu bewundern wie Menschen in Kenia die nicht direkt von der Hungersnot betroffen sind bereit sind zu helfen. Es wurde ein Aufruf gestartet an die Bevölkerung „Keniens für Kenia“ und Jung und Alt, Reich und Arm, Geschäftsleute und Firmen haben gespendet. Es ist ein großer Betrag zusammengekommen mit dem Mais und Bohnen gekauft wurden und in die betroffenen Gebiete befördert wurden.

 

Steyler helfen Notleidenden

Dieser Notstand hat aber auch Einfluss auf die Preise für Lebensmittel im ganzen Land. Wir merken es besonders beim Kauf von Bohnen und Mais für unsere Schulen und Internat. In unseren Schulen geben wir am Morgen einen Maisbrei und Mittag ein Essen, da wir viele Kinder in der Schule haben deren Eltern oder alleinerziehende Mütter zu arm sind um sie zu ernähren. Zudem haben wir Aids-Waisen und ehemalige Straßenkinder die bei ihrer Großmutter wohnen, die kein Einkommen hat um die Kinder zu ernähren und ihnen eine Schulausbildung zu geben.

 

Auch ich konnte mit Hilfe aus der Heimat den Notleidenden und Hungernden helfen, und konnte einen großen Betrag gleich weiterleiten zur der Organisation der katholischen Bischöfe, für „Gerechtigkeit und Frieden, und die Bewahrung der Schöpfung“ die regelmäßig Lebensmitteltransporte organisieren zu den betroffenen Gebieten. Ich habe die Schwestern in der Organisation gebeten, mit dieser Spende besonders hungernden Kinder zu helfen Durch Spenden ist es uns möglich Hilfe weiterzugeben an die Hungernden und haben durch Spenden auch die Mittel weiter Mais und Bohnen zu kaufen für unsere Schulspeisung in den Schulen und unserem Internat der High School.

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