suchen
drucken
 
Mitteilungsarchiv - Zeitung und Kaffee

Der neue Papst kommt aus…

25. Februar 2013

Von: Corinna Rogge

Kanada, Ghana, Italien, Brasilien, die USA, Nigeria, die Philippinen, Österreich – In all diesen Ländern leben nicht nur mögliche Kandidaten für die kommende Papstwahl, sondern auch die Steyler Missionare. Vor Ort schätzen sie die Chancen der möglichen Papstnachfolger ein.

... von den Philippinen?
52 Jahre – Solange lebt der Steyler Missionar Henry Schenk schon auf den Philippinen. Drei Jahre bevor er in das Land reiste, wurde der Jüngste der möglichen Papst-Kandidaten Luis Antonio Tagle in Manila geboren. Heute ist der 55-Jährige Tagle Erzbischof seiner Geburtsstadt und der Heimat von Henry Schenk. „Ich habe ihn schon einige Male getroffen“, erzählt Schenk.

„Erzbischof Tagle ist hier sehr beliebt bei den Menschen, weil er keinen Abstand von ihnen hält. Er ist jedem gegenüber immer sehr aufgeschlossen.“ Die Chance, dass der Philippiner zum Papst gewählt wird, sieht der Steyler Missionar Schenk aber zwiegespalten: „Das wäre eine große Sache und viele Philippiner hoffen darauf. Immerhin ist er von Papst Benedikt XVI. selbst noch kurz vor dessen Rücktritt zum Kardinal ernannt worden.“

Schenk hat aber einen Zweifel: „Ich weiß nicht, ob er nicht einfach noch zu jung ist um das große Amt anzutreten. Empfehlen“, ergänzt er noch „empfehlen würde ich ihn aber jederzeit.“

... aus Australien?
23 Flugstunden vom Vatikan entfernt lebt ein weiterer Papst-Kandidat: George Pell, Erzbischof von Sydney. „Er lacht selbst über seine mögliche Favoritenrolle“, erzählt Pater William Burt, Steyler Missionar in Melbourne. „Auf die Frage, was er davon hält Papst zu werden, hielt er das für eine Fantasie-Vorstellung.“

Burt sieht das ähnlich: „ Er ist eben der einzige Australier der in Frage kommt. Er hat eine starke Persönlichkeit und nennt die Dinge immer klar beim Namen, aber weder die Australier noch er selbst können sich wirklich vorstellen, dass er von den Kardinälen gewählt wird.“

... aus Österreich?
Als einen sehr beeindruckenden Mann beschreibt Pater Franz Helm den Kandidaten aus Österreich: „Kardinal Schönborn ist hier wohl einer der offensten und pastoral erfahrensten aus der Runde der möglichen Papst-Kandidaten. Er hat hier in Wien schon sehr viel angestoßen.“

Der Steyler Missionar hat ihn oft getroffen: „ Er ist ein sehr zuhörender und sensibler Mensch, der sich aber auch den Problemen der Kirche und der Menschen stellt.“ Ob Kardinal Christoph Schönborn gute Chancen hat, zum Papst gewählt zu werden, weiß Pater Helm nicht: „ Aber ich weiß, dass er immer gute Leute an seine Seite geholt hat und das würde er als Papst auch tun.“
 
... aus Brasilien?
42 Prozent der Katholiken weltweit leben in Südamerika. Aus dem größten lateinamerikanischen Land, Brasilien, gelten gleich zwei Kardinäle als mögliche Favoriten in der Sixtinischen Kapelle. „In Brasilien hört man kaum noch von etwas anderem. Erst der Rücktritt von Benedikt XVI. und dann die Spekulationen über seinen möglichen Nachfolger, Illustrierte und Fernsehsendungen sind voll davon– Ich merke, dass ich in einem sehr katholischen Land lebe“, erzählt Bruder Karl Anton Wiszniewsky, der seit 14 Jahren in Brasilien lebt, mit leichtem Schmunzeln.

Die Kandidaten könnten aber unterschiedlicher kaum sein: „João Braz de Aviz ist wie ein Bruder. Er ist schon immer sehr nah bei den Menschen – Vor allem den Armen möchte er helfen und unterstützt sie. Obwohl er jetzt schon länger in Rom ist, kümmert er sich immer noch um die Menschen in seiner Heimat.“

De Aviz leitet die Ordenskongregation im Vatikan. Direkt in Brasilien als Erzbischof von São Paulo arbeitet Odilo Pedro Scherer: „Er ist ein komplett anderer Mensch“, sagt Bruder Wiszniewsky. „Er ist ein sehr gut studierter Mann, sehr wissenschaftlich und organisatorisch versiert – Das könnte ein Vorteil bei der Wahl sein.“ Und Kardinal Braz de Aviz? „Der ist schon im Vatikan, das ist natürlich auch nicht schlecht“, so der Steyler Missionar.
 
... Italien?
Wenn es nach den persönlichen Wünschen ginge, würde Pater Josef Hollweck auch einen Lateinamerikaner bevorzugen. Der 68-Jährige Steyler Missionar lebt in Bozen und erlebt dort täglich die Diskussionen um einen Papstnachfolger aus Italien. „Hier sind es schon sehr viele mögliche Kandidaten und dementsprechend finden auch eine Menge Machtkämpfe statt“, erzählt Hollweck. „Wen ich persönlich als eine sehr pragmatische Person erlebt habe und als jemanden, den man kurz ‚Mann des Ausgleichs‘ nennen kann, ist Angelo Scola, Erzbischof von Mailand – Er ist es auch, den ich mir bei den Italienern vorstellen könnte.“
 
... den USA?
Überhaupt nicht vorstellen kann sich Pater Thang Le einen Papst aus den USA. „Ich habe 15 Jahre dort gelebt, meine Familie wohnt heute noch im Staat New York, aber einen Papst von dort, das ist schwierig“, meint der Steyler Missionar. „Natürlich ist da zum einen die allgemeine Angst, dass die Welt dann nur noch USA-zentriert ist, aber zum anderen einfach der zu geringe Bezug zur katholischen Kirche überhaupt – Kennedy war beispielsweise der einzige katholische Präsident in der gesamten Geschichte der USA.“
 
... Afrika?
Ob es Zeit für einen Papst aus Afrika ist, beantwortet der Steyler Missionar Moses Awinongya aus Ghana ganz sachlich: „Aus welchem Land der zukünftige Papst kommt, ist nicht wichtig. Er wird das Oberhaupt der gesamten katholischen Kirche sein – Für alle Menschen in allen Ländern dieser Welt.“

Sie möchten uns eine Nachricht schreiben?

 

Bitte geben Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihre Nachricht ein.

Sie wünschen einen Beratungstermin?

 

Bitte geben Sie hier Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse sowie einen Terminwunsch an.

Ihr Kontakt zur Steyler Bank:

Bei Fragen können Sie uns natürlich gerne anrufen oder uns eine E-Mail senden.
Fragen, Wünsche, Kommentare?

Wir freuen uns auf regen Austausch mit Ihnen - auch über die sozialen Netzwerke.
Abonnieren Sie jetzt kostenlos Steyler Bank Aktuell, unseren monatlichen Newsletter für ethische Geldanlagen.

Jetzt registrieren.
  • Nachricht schreiben
  • Termin vereinbaren
  • Kontakt zur Steyler Bank
  • Soziale Netzwerke
  • Newsletter abonnieren