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Harry Belafonte: Die Stimme der Freiheit

23. Mai 2012
 
Von: Ulrich C. Harz

In seiner Autobiographie My Song entdeckt der Leser eine Jahrhundertfigur, die für Freiheitssuche, für politischen Einsatz und massive Kritik an Obama steht.

Harry Belafonte 

 

Er war der Star der litcologne im vergangenen März, obwohl er kein Dichter, Autor, Schriftsteller ist. Die Rede ist von Harry Belafonte, jenem immer gut gelaunten Jamaicaner, der sich mit dem Banana Boat Song in die Herzen der Welt gesungen hat in jenen Fünfziger Jahren, als Senator McCarthy noch Jagd auf Kommunisten machte.

Nach der Lesung aus seiner Autobiographie „My Song“ hat man einen ganz anderen Belafonte vor Augen. Und ist verblüfft, mit welchen Ikonen des vergangenen Jahrhunderts dieser Mann befreundet war. Das beginnt bei Martin Luther King, den Kennedys, Marlon Brando und Frank Sinatra, das geht über Fidel Castro, Moshe Dajan und Queen Elizabeth und endet überraschend bei Udo Lindenberg. 85 Jahre Leben zwischen zwei Buchdeckeln von Kiepenheuer & Witsch, ausgebreitet über 610 Seiten und danach ist der Leser ein garantierter Belafonte-Fan.

 

Der Sänger, der als erster über eine Million Platten verkaufte, noch vor Elvis, auch der Schauspieler, der in über 40 Filmen spielte, treten in den Hintergrund vor dem Bürgerrechtler, der für die Rechte der Schwarzen kämpfte, der mit Luther King und Malcolm X diskutierte und später mit Michael Jackson, Bob Dylan und Bruce Springsteen „We are the world“ begründete und die Äthiopien-Hungerhilfe ins Leben rief.

Der 85-jährige schimpft auf die Gier, die Bankengiganten der Wallstreet und stellt auch Obama ein schlechtes Zeugnis aus, der zu wenig für die Armen der USA tut. Dafür hat er noch im Herbst seinen alten Freund Fidel Castro in Havanna besucht. Belafonte, seit Jahren UNICEF-Botschafter und noch immer ein enger Weggefährte von Bill Clinton, ist ein Autor, der ein Leben führte wie ein Märchen und das so spannend erzählt wie einen Roman.

 

Privates und Politisches, Anekdoten und Begegnungen, Philosophisches und Persönliches ergänzen sich zu einem Kaleidoskop des vergangenen Jahrhunderts und vermitteln Optimismus für das jetzige. Der Film zum Buch über Belafontes Rolle in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung erscheint in diesem Frühjahr unter dem Titel „Sing my song“ in den deutschen Kinos. Das Buch ist eine gute Vorbereitung dafür.


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Harry Belafonte, My Song - Die Autobiographie

656 Seiten, € 24,99

ISBN 978-3-462-04408-9
Kiepenheuer & Witsch

 

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